
Mitte April habe ich meinen Blog mit einen Artikel (Heimarbeit Teil 1: Geld verdienen als Clickworker) über humangridund die Arbeit als Clickworker begonnen. Was humangrid ist und wobei es sich bei Clickworkern handelt, könnt ihr in meinem früheren Artikel nachlesen. Mittlerweile nennt sich humangrid nur noch clickworker.com. Am Anfang war ich noch sehr zufrieden, da die Auftragslage ganz ok war. Allerdings war dies nur in den ersten Wochen so. In den letzten Wochen kamen so gut wie gar keine Aufträge mehr. Ich hatte kurzfristig nochmal ein paar Kurztexte zur Übersetzung in meinen Aufträgen, allerdings konnte ich nur wenige davon erledigen. Neue Trainings wurden mir ebenfalls angeboten, welche ich auch erfolgreich absolviert habe und somit eigentlich neue Aufträge bekommen sollte. Dem war auch so, aber auch diese waren nur kurz verfügbar und schnell vergriffen. Es handelte sich dabei um Adressrecherchen.
Als Fazit nach einem guten Monat Clickworker, dass sich das Abarbeiten von Aufträgen als Clickworker nicht wirklich lohnt, da die Auftragslage zu gering ist und die Aufträge immer sehr schnell vergriffen sind. Trotz über 7000 verfügbaren Aufträgen bei clickworker.com habe ich keine Angebote. Man müsste also den ganzen Tag darauf warten, dass ein Auftrag kommt und dann schnell zuschlagen. Für mich ist clickworker.com keine gute Möglichkeit sich ein wenig Geld nebenbei zu verdienen. Allerdings finde ich trotzdem, dass die Aufträge die man kommt angemessen vergütet werden und wenn mal welche da sind, diese auch abwechslungsreich sind. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben. Vielleicht handelt es sich im Moment nur um eine Flaute. Bei textbroker (Heimarbeit Teil 3: Geld verdienen mit textbroker) und content.de (Heimarbeit Teil 2: Geld verdienen mit content.de) hab ich den letzten Wochen nämlich ähnliche Erfahrungen gemacht.
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thoys sagt:
Hi,
wie viel Prozent hattest du denn bei dieser Qualifikation zur Adressrecherche?
Also ich find grad nirgends wie viel man braucht um das machen zu dürfen.
Danke
Thoys
ps. kannst du mir per Mail antworten?
Arbeiten bei Clickworker sagt:
[...] squizzel’s Blog – Erfahrungen mit humangrid bzw. clickworker.com nach gut einem Monat [...]
Fabian Gränzer sagt:
Hallo,
wenn du dich mit Computern und Internet auskennst (Internet zumindest wenn man dein Blog liest
dann kannst du ja mal diesen Job ausprobieren:
http://www.supportnet.de/faqsthread/2337520
Da fehlt es zumindest nicht an den Aufträgen/Themen.
Gruß Fabain
rita sagt:
Ich bin nicht der Ansicht, dass von „gut verdienen“ zu sprechen ist. Ich habe sehr viel Erfahrung mit den Textsystemen und meine das abschließend sagen zu dürfen. Bei Clickworkers sind das Hauptproblem die Korrektoren, die vielleicht Rechtschreibung beherrschen, aber aus vielen anderen Gründen Texte ablehnen, weil sie den Aufwand, die ihre „Kollegen“ betreiben nicht wertschätzen. Manche mutmaßen, dass Korrektoren damit Konkurrenten aussondern, eine guter Gedanke… Der Stundenlohn rutscht so auf unter 3 Euro… Die Textrückgabe erfolgt zusätzlich in in unhöflichem und kurz angebundenem Ton.
Zudem gab es technische Probleme bei der Textversendung. Die Bearbeitungszeiten, die voreingestellt sind, stimmen plötzlich nicht mehr und der Text ist – weg. Der Stundenlohn auf – Null. Bei den Keywordeintragungen deren Vorabzählung nicht richtig programmiert ist, verliert man ebenfalls Texte.
Was hinzukommt, dies gilt aber jetzt für alle Textsysteme – die Ansprüche mancher Auftraggeber an inhaltliches Know How sind astronomisch und ich finde, die sollten echt mal richtig Geld ausgeben, für die schwierigen Aufgabenstellungen die die haben. Clickworker hat andere, aber als Beispiel mal – es werden teilweise Texte zur Beweihräucherung von Brust-Vergrößerung – eine DINA 4 Seite für 5 Euro für den Auftraggeber, für Dich 2,70… eingestellt. Das erinnert doch stark an den Implantationsskandal mit den billigen Polsterkissen. Hier wird Geld wie Heu verdient und gespart, als hätte man nix mehr zu essen. Wer ist denn so verantwortungslos und geizig, solche Texte von einer anonymen Gruppe schreiben zu lassen und nicht von Fachleuten? Bei general interest Themen ist es ja egal, aber bei den medizinischen Seiten oder auch bei bekannten Großunternehmen wirds mir dann schon übel von dem Geiz. Richtig übel. Wie gesagt, dieses Beispiel stammt nicht von Clickworkers, aber auch hier wollen spezialisierte Unternehmen massiv billige Texte haben. Ist nur zu hoffen, dass diese Aufträge liegen bleiben, bis die Dotierung stimmt.
Ich war in der Situation, diese Heimarbeit machen zu müssen, wegen Mehrkosten durch eine Erkrankung und habe das alles so akzeptiert mit steigendem Unmut. Kommentare im Netz wie: Welche Underdogs machen denn sowas oder die Unterstellung hier seien nur Hausfrauen tätig, die sichs leisten könnten, sind richtig daneben. Ich hatte da tieferen Einblick und weiß, dass zwar einige nicht schreiben können, aber die fliegen sehr sehr schnell raus und übrig bleiben sehr qualifizierte Leute, die wie Sklaven bezahlt und auch im Umgangston und der systematischen Verweigerung besserer Einstufungen (nicht bei Clickworkers, das ist dort einheitlicher geregelt)angegruselt werden.
Aber – wer kann, der sollte – vor allem wenn er eine Einstufung auf 1,3 Cent hat, nicht schreiben oder für sich schreiben. Das ist arroganteste Ausbeutung qualifizierter (!!) geistiger Arbeit. Auch Ausnutzung körperlicher Ressourcen, denn durch Bildschirmarbeit, werden die Augen sehr belastet. Der Texter liegt hier auf dem Boden, die Auftraggeber stehen alle auf ihm drauf und zwicken, belehren und piesacken ihn. Als Belohnung winken sie mit einem 5 Euro Schein, auf den man noch zwei Euro rausgeben muss….. Ab 1,8 Cent lässt sich das ganze bei general interest Themen tolerieren. Von 5 Textanbietern, habe ich nur einen gefunden, der einigermaßen fair honoriert und einen freundlichen Umgangston hat. Dafür habe ich allerdings eine Weile gebraucht.
Wir sollten als Textbegabte unsere Arbeit selbst mehr schätzen und dann eben mehr auf dem normalen Markt für uns kämpfen.
Texter sagt:
@rita: Welchen hast du gefunden, der fair honoriert? Ich finde, dass Vergütungen im 1-Cent-Bereich schon sehr fragwürdig sind. Solche Anbieter, beispielsweise Independent Publishing, die das vierfache, also auch 4 Cent pro Wort, aufbringen, sind in Ordnung und sollten gefördert werden. Maximal-Bezahlungen im Niedrig-Preissegment sind für einen qualitativen Texter schlichtweg degradierende Unterbezahlung. Diese Anbieter sollten gemieden werden, sodass sie nicht fortbestehen. Unsere Arbeit ist schließlich ihren Preis wert!
Masch sagt:
Hallo zusammen,
also für mich ist Clickworker / Humangrid absolut unbrauchbar. Die Aufträge werden 1. sehr schnell vergriffen, 2. brauchen viel länger zur Bearbeitung als unbedingt notwenig, da die Vorgaben oft wahnwitzig sind und 3. viel zu oft unter Vorgabe von Gründen abgelehnt werden, egal wie sehr man sich bemüht hat, alle Anforderungen zu 100% zu erfüllen.
Fazit: Zeitverschwendung. Zumal der Vertrieb des Unternehmens anscheinend recht uneffizient agiert, da es wirklich sehr selten Aufträge gibt.
Clickundweg sagt:
Seit ca.4 Tagen habe ich auch bei amazonmechanical und bei clickworker versucht.Mit amazon bin ich immerhin auf 2,34 Euro gekommen was dann zur Folge hatte,dass plötzlich keine Hits zur Verfügung standen.Wurde wohl zu teuer.Bei clickworker habe ich brav einen assessment durchlaufen und einen Auftrag erhalten.Nach jedem Durchlauf mit 10 Angaben war die Zeit innerhalb ein oder zwei Minuten out.Nichts wurde mitgezählt.Die haben ihre Informationen ich habe nichts.Mich hat das nicht überzeugt,das wird zum Nachteil all derjenigen die Geldverdienen wollen.Die Firmen kommen billigst an ihr Material und verdienen richtig gut. Ich suche mir einen Auftraggeber direkt oder verkaufe doch lieber Kaffee und Kuchen auf der Strasse oder sage ein Gedicht in der U-bahn auf ,das gibt mehr Geld und man hat das wirklich.
Barbara sagt:
Im November vergangenen Jahres(2011) bin ich bei der Suche nach Schreibarbeit am PC auf Clickworker(Cw) gestoßen. Bis dahin noch völlig unbedarft und unbeleckt von “Unique Content” und Keywords, habe ich mich mit großer Freude an die Erstellung der gewünschten Texte gemacht. Vorweg möchte ich bemerken, dass der von Cw angegebene Verdienst von 9,5 Euro pro Stunde Zauberern und Fabel-Wesen mit fünf Paar Händen vorbehalten bleibt. Als
Normalsterblicher kann man froh sein, wenn der Stundenlohn 2,5 Euro erreicht bzw. minimal übersteigt. Warum dem so ist, hat nicht so sehr mit dem jeweiligen Arbeitstempo als vielmehr mit diversen Hürden und Fußangeln zu tun. Denn wer meint, mit dem Absenden des erstellten Textes, für welchen es immer wieder erforderlich ist, mühselige Recherche-Arbeit auf sich zu nehmen – vorausgesetzt, die Firma/Seite existiert überhaupt – ist es getan, der irrt gewaltig. Denn Cw beschäftigt neben Textern auch sogenannte Korrektoren, welche entweder aus persönlichen Gefühlen der Minderwertigkeit oderaus Angst, ihren Status bzw. ihre Bezahlung einzubüßen, kaum einen Autor ungeschoren davon kommen lassen. Daher muss man sich darauf einstellen, den Text zur “Überarbeitung” zurück zu bekommen, unabhängig davon, wie wenig es tatsächlich daran auszusetzen gäbe. Denn es kann natürlich nicht angehen, dass irgendjemand besser oder auch nur angehend so fantastisch schreibt, wie sie selbst. Mit jeder Pore ihres Daseins atmen sie Germanistik, ernähren sich von stilistischen Finessen und trinken den Nektar belletristischer Überlegenheit. Das Schlagobers am Kaffee sind die Bewertungen der Autoren, die in Prozenten angegeben werden, und vom Korrektor vermindert werden, sobald dieser sich in seinem journalistischen Feingefühl getroffen fühlt. Im Klartext bedeutet das, wen der Korrektor nicht mag (d.h. jeden), den stuft er/sie im Prozentwert so lange herunter, bis die Person von selbst aufgibt oder sich mit jenen Aufträgen begnügt, die ihr aus Sicht des Korrektors maximal zustehen. Wer das nicht hinnehmen möchte, kann sich die Mühe machen, gegen die vom Korrektor angebrachte Kritik beim Cw-Support Einspruch zu erheben, was allerdings der berühmten Beschwerde am Salzamt gleichkommt. Dem Korrektor selbst einen Kommentar zukommen zu lassen, ist nicht möglich, da zum entscheidenden Zeitpunkt dafür (absichtlich) kein Eingabefeld vorhanden ist. Im Klartext bedeutet das, Mitarbeiter werden gegen Mitarbeiter der “gehobenen” Kategorie ausgespielt und Cw hat am Ende statt einem gleich zwei Texte, die dem Auftraggeber angeboten werden können. Bezahlt wird natürlich nur ein Mal, und das auch nur, wenn man seinen Text schön brav nach Vorgabe des Korrektors verbessert. Sollte die Verbesserung innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters nicht erfolgen, verfällt das
Auftragshonorar zur Gänze. Im Vergleich zur Führungsetage dieses Unternehmens waren die Sklaventreiber in den Südstaaten Gutmenschen und die Taktgeber auf den Galeeren liebe Onkels. Doch ich nehme an, das ist ihnen egal, solange der Profit stimmt und für jeden, der das Handtuch wirft, zwei Neue anfangen. Deshalb liebe Leute, strengt euch ordentlich an, damit Cw fest an euch verdienen kann und schreibt gefälligst unique content, aber immer schön am Mainstream entlang! Denn Cw akzeptiert nur angepassten, genormten Einheitsbrei – den allerdings auch nur dann, wenn er täglich
neu schmeckt.