Vermeiden von Spam durch Wegwerfadressen

erstellt am: 15.04.2010 in Kategorie(n): Umgang mit dem Internet

Immer wieder stößt man im Internet auf Seiten, die auf den ersten Blick interessant sind, aber eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse erfordern. Nachdem man sich testweise registriert hat, ist das Angebot oft nicht mehr so verlockend und man nutzt den Service nicht mehr. Allerdings bleibt die E-Mail-Adresse gespeichert und man erhält immer wieder Post vom Anbieter. In einigen Fällen stößt man sogar auf Seiten, die die E-Mail-Adresse an Adresshändler weitergeben und man bekommt immer wieder neue Werbemails. Bei neugierigen Internetnutzern, die gerne mal ein wenig rumtesten können die täglichen Webemails schnell die Anzahl von 100 überschreiten.

Was macht man nun?

Für die bereits verseuchten E-Mail-Adressen gibt es kaum noch eine Chance. Es gibt natürlich die Möglichkeit sich bei vielen Newslettern abzumelden, aber da die E-Mail-Adresse wahrscheinlich schon in vielen Gewinnspiel- oder Adressdatenbanken eingetragen wurde (steht oft in den AGB´s oder Nutzungsbestimmungen, dass man die Adressen weitergibt. Aber wer ließt die schon komplett), werden immer wieder neue E-Mails ins Postfach kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Erstellen von mehreren E-Mail-Adressen für bestimmte Zwecke. So haben viele Internet-Nutzer bereits mehrere Adressen, die sie für verschiedene Zwecke nutzen. Eine Adresse ist dabei meist für seriöse Aktivitäten gedacht. Die anderen Adressen sind dann nur zu Testzwecken und zum Rumprobieren. Allerdings ist das Problem bei dieser Variante, dass man bei vielen Adressen leicht den Überblick verliert und außerdem werden auch diese Adressen irgendwann mit Werbung zugemöhlt. Also werden Adressen gelöscht und neue E-Mail-Adresse registriert. So muss man sich immer wieder neue Namen und Passwörter merken.

Eine Lösung für dieses Problem sind sogenannte „Alias“-Adressen oder auch „Wegwerfadressen“. Diese Adressen werden von einigen Freemail-Anbietern angeboten. Dabei handelt es sich um Adressen, die mit dem Hauptkonto verbunden werden können. Die Wegwerfadressen funktionieren wie eine gewöhnliche E-Mail-Adresse. Man kann diese Adresse überall angeben und die Mails werden dann zur Hauptadresse umgeleitet. Der Vorteil bei dieser Variante ist, dass die Hauptadresse nicht sichtbar ist und man die Wegwerfadressen einfach erstellen und löschen kann, ohne einen neuen Account einzurichten. Ist eine Adresse mit Werbung zugemöhlt, löscht man sie und nimmt eine neue für weitere Tests. Ein Anbieter für solche Wegwerfadressen ist zum Beispiel Yahoo.
Im weiteren Verlauf möchte ich kurz beschreiben wie man solche Adressen bei Yahoo einrichtet.

Erstellen von Wegwerfadressen bei Yahoo

Voraussetzung für das Einrichten von Wegwerfadressen ist ein bestehender Yahoo-Mail-Account. Wer noch keinen Account besitzt, kann sich hier kostenlos registrieren. Die Registrierung ist einfach und erfordert nur wenige persönliche Daten. Nachdem man den Account erfolgreich bestätigt hat (durch Bestätigungslink per E-Mail), kann es auch gleich losgehen.
Nach dem Einloggen befindet sich oben rechts der Button Option. Mit Klick auf diesen Button gelangt man in ein Untermenü. Um eine Wegwerfadresse einzurichten klickt man jetzt auf Weitere Optionen….

Im Menüpunkt Spam gelangt man zur Einrichtung der Adresse mit dem Button Wegwerfadresse einrichten.

Hat man bereits Adressen eingerichtet, können sie nun neu hinzugefügt, bearbeitet oder gelöscht werden. Ist dies nicht der Fall, klickt man auf Jetzt beginnen! und man gelangt in 3 Schritten zu seiner ersten Wegwerfadresse.

Zu Beginn ist in die Angabe eines Basisnamens erforderlich. Dieser Name ist bei allen Wegwerfaderessen gleich und wird immer voran gesetzt. Er muss eindeutig sein und darf nicht bereits von anderen Nutzern verwendet werden. Löscht man diesen Namen, werden auch alle anderen Wegwerfadressen mit diesen Namen entfernt. Mehrere Basisnamen sich nicht möglich.

Nachdem der Basisname gewählt worden ist, kann ein beliebiger Zusatzname angeben werden. Am besten man wählt dabei einen Namen, der die Verwendung dieser E-Mail-Adresse beschreibt.

Zum Schluss können noch Einstellungen für die neu-angelegte Adresse vorgenommen werden. Entweder man legt einen neuen Ordner für die Mails an, die an die Adresse geschickt werden, oder man bestimmt eine Farbe, in der die Mails angezeigt werden. Außerdem besteht noch die Option, Mails von der Adresse zu versenden.
Hat man diese Einstellungen nach Belieben angepasst, wird die Wegwerfadresse mit einem Klick auf Wegwerf-Adressen einrichten erstellt.

Nun kann man diese Adresse überall angeben, wo man sich unsicher ist und man bekommt auf der Hauptadresse keine Spam-Mails zugeschickt. Werden die Spam-Mails auf der Wegwerfadresse zu viel, erstellt man sich in wenigen Schritten eine Neue und löscht die Alte einfach. Allerdings sollte die Adresse bei seriösen Internetseiten, bei denen man weiterhin aktiv ist, vorher geändert werden.

Fazit
Zu Testzwecken eine super Sache.

VN:F [1.9.14_1148]
Bewerte diesen Artikel
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Vermeiden von Spam durch Wegwerfadressen , 5.0 out of 5 based on 1 rating

Keine ähnlichen Artikel.

Eine Antwort zu “Vermeiden von Spam durch Wegwerfadressen”



  1. nachrichten sagt:

    Wirklch sehr informativ! Werde aufjedenfall wieder kommen. Danke fuer den Beitrag.

    Gruss
    Andres

    VA:F [1.9.14_1148]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Hinterlasse einen Kommentar

*