Einleitung
Ich habe gerade mein Studium beendet und bin auf der Suche nach einem Job. Da ich nicht untätig rumsitzen kann und jetzt ne Menge Zeit habe, habe ich gedachte ich untersuche mal die Möglichkeiten der Heimarbeit. Es gibt leider eine Menge unseriöser Anbieter von Heimarbeit, daher ist es gar nicht so einfach etwas zu finden, was auch funktioniert. Nach einigen Stunden Internetrecherche bin ich auf die Clickworker (Microjobber) gestoßen und möchte nun meine Erfahrungen bei einem deutschen Anbieter für Mikrojobs mit euch teilen. Es handelt sich hierbei um das Portal humangrid.
Was sind Clickworker?
Clickworkeroder auch Microjobber, sind Leute die kleine Aufträge im Internet für bares Geld erledigen. Diese Aufträge sind in der Regel in wenigen Minuten erfüllbar. Es können allerdings auch Aufträge erfüllt werden, die ein paar Stunden Zeit in Anspruch nehmen.
In Deutschland ist humangrid das größte Portal im Internet, das diese Jobs anbietet. Das Prinzip stammt, wie fast alle neuen Ideen, aus den USA, wo es bereits mehrere Anbieter von Microjobs gibt. Amazone bietet z.B. mit MechanicalTurk ein Portal für den englischsprachigen Raum. Allerdings werden in einigen Fällen auch Microjobs von diversen Unternehmen vergeben. Diese Jobs konnte ich aber nicht finden. Sollte ich in Zukunft drauf stoßen, werde ich hier meine Erfahrungen dazu posten.
Erfahrungen mit humangrid
Letzte Woche habe ich, wie schon erwähnt, nach Beschäftigungsmöglichkeiten von zu Hause aus gesucht. Dabei bin ich auf humangrid gestoßen. Aufgrund der vielen unseriösen Anbieter war ich am Anfang sehr skeptisch, ob es sich nicht doch um eine Abzocke handelt. Allerdings wurde mir sehr schnell klar, dass es nicht so ist. Die Seite ist sehr einfach und übersichtlich gehalten und in den AGBs sind keinerlei Kosten erwähnt. Die Anmeldung verlangt die üblichen persönlichen Daten (wie Name und Adresse), die man Angeben muss, wenn man irgendwo Auszahlungen erhalten will. Positiv ist, dass die Bankverbindung erst später eingetragen werden kann. Bis die Bankdaten nicht angeben werden, erfolgt halt keine Auszahlung. So kann man in Ruhe testen.
Nach dem die Anmeldung erfolgte, gab es schon den ersten Auftrag. Hierbei sollte ich meine 5 Lieblingswebseiten auflisten. Das habe ich getan und meine ersten 50 Cent auf mein Konto gutgeschrieben bekommen. Danach habe ich mich mit den Trainings befasst.
Training zum Verbessern der Auftragslage
Das Portal bietet zwei Varianten um sich für bestimmte Aufgaben zu qualifizieren. Auf der einen Seite gibt es die Basis-Trainings, die sich vor allem mit Fremdsprachenkenntnissen befassen. Hier kannst du z.B. einen Englischtest machen, der dich für das Verfassen oder Übersetzten von englischen Texten qualifiziert. Auf der anderen Seite gibt es die Projekttrainings, die sehr wichtig für neue Aufgabenbereiche sind. Mit den ersten drei Trainings kannst du dich als Autor oder Korrektor für deutsche Texte bzw. als SMS-Guru qualifizieren. Leider habe ich bei den Tests nicht so gut abgeschnitten, da ich sie ohne Vorbereitung absolviert habe. Daher ist meine Auftragslage im Moment sehr mau. Ich habe eine Punktzahl von knapp über 60 % erreicht bei den Autoren- und Korrektorentest. Eine Wiederholung der Tests ist nicht möglich, daher sollte man alles sehr genau lesen.
Aufträge bei humangrid
Aufgrund meiner schlechten Ergebnisse, denke ich, dass ich nur wenige Aufträge bekomme. Folgende Aufgaben habe ich bisher bekommen:
- Übersetzten von Kurztexten
Dabei werden kleine englische Texte zwischen ein und zwei Sätzen ins Deutsche übersetzt.
- Schreiben von Community-Beiträgen
Hier ist Kreativität gefragt. Man bekommt ein neues Produkt und soll sich eine Frage und die Antwort dazu ausdenken. Es muss natürlich eine Frage zum Produkt sein.
- Schreiben von Textzusammenfassungen
Hier bekommst du einen kurzen Text, den du kategorisieren und zum Text eine kurze Zusammenfassung erstellen sollst.
- Schreiben von Berichten
Dabei bekommst du ein Thema, zu dem du nach den Richtlinien des Anbieters einen Bericht schreiben sollst.
Das sind die Aufgaben, die ich in den ersten paar Tagen bekommen habe. Welche Aufgaben man bearbeiten will, bleibt einen selbst überlassen. Allerdings wird jeder Auftrag geprüft und kann im Nachhinein storniert werden. Entweder bekommst du die Möglichkeit deinen Beitrag zu bearbeiten oder es wird komplett abgelehnt und es gibt keine Vergütung. Ich hab bisher erst einen Auftrag zurück bekommen, der nach kurzer Änderung akzeptiert wurde. Allerdings stehen bei mir noch einige Aufträge in der Prüfung.
Leute die in den Trainings besser abscheiden, bekommen sicher auch bessere Aufträge zugeteilt. Außerdem kommen mehr Aufträge, je mehr Aufträge man erledigt hat. Folgende Aufträge sollen laut humingrid noch möglich sein:
- Klassifikation von Texte, Bildern, Videos oder anderes
- Teilnahme an Umfragen
- Datenerfassung
- Finden von Schlagwörtern für Texte
- Geld verdienen mit humagrid
Im Moment sind knapp unter 10.000 Aufträge auf der Plattform verfügbar, wobei ich nur einige wenige zugeteilt bekommen habe und auch leider wenig neue dazu kommen. Allerdings gibt es hier auch einen kleinen Konkurrenzkampf zwischen den Clickworkern, denn „wer zuerst kommt mahlt zu erst“.
Verdienstmöglichkeiten
Kommen wir nun zur der wichtigsten Fragen. Wie viel Geld kann ich verdienen?
Ich kann schon gleich vorweg sagen, dass man als Clickworkerin Heimarbeit nicht reich werden kann. Es kommt immer drauf an, welche Aufträge man bekommt, welche Fähigkeiten man hat und vor allem wie schnell man ist. Eine Formel zur Umsatzmaximierung kann man daher nicht geben. Ich bin jetzt vier Tage dabei und habe bisher 10,47 Euro als Clickworker verdient. Einen genauen Stundelohn kann ich noch nicht nennen, da man sich am Anfang ersteimal in die Aufgaben einarbeiten muss. Ich schätze ich habe bisher 2-3 Stunden mit dem Abarbeiten von Aufträgen verbracht. Das meiste verdiene ich mit Übersetzten von englischen Kurztexten ins Deutsche. Überschlagen würde ich schätzen, dass ich pro Stunde damit 5 Euro verdiene. Allerdings bin ich noch sehr langsam und muss einige Wörter nachschlagen. Ich denke mal mit der Zeit werde ich schneller und bekomme somit auch mehr Geld. Leider gibt es diese Art von Aufträgen für noch nicht so oft. Daher kann ich nur wenige davon erledigen. Das Erstellen von Communitybeiträgen lohnt sich bei mir ehr weniger. Damit komme ich in der Stunde vielleicht auf 2,50 Euro, da ich lange über mögliche Fragestellungen und Antwortmöglichkeiten nachdenken und recherchieren muss. Aber auch dies ist alles nur eine Frage des Trainings. Texte habe ich bisher nicht erstellt, da die Aufträge selten angeboten werden und meist schnell vergriffen sind. Aber ich schätze, dass der Stundenlohn für mich dabei auch nur bei ca. 4,00 Euro liegt. Genaue Werte habe ich bisher noch nicht gemessen, da ich noch am Anfang stehe und man sicher erst eine ordentliche Aussage treffen kann, wenn man sich mit allem ein wenig eingespielt hat.
Fazit
Nach den ersten Tagen als Clickworker, bin ich schon recht zufrieden. Ich habe leider die Tests nicht so gut bestanden und muss mich daher wohl mit einer mäßigen Auftragslage zufrieden geben. Auch das Verhältnis zwischen Einnahmen und Aufwand lässt im Moment noch zu wünschen übrig. Wer also mit einem Microjob reich werden oder sich seinen Lebensunterhalt verdienen will ist denke mal als Clickworkerfehl am Platz. Aber ich werde weiter machen und gucken wie es sich in den nächsten Wochen entwickelt. Ich halte euch natürlich hier in meinen Blog auf den Laufenden, wie sich die Auftrage, Trainings und Umsätze für mich weiterentwickel. Außerdem werde ich in einem 2. Teil über andere Möglichkeiten Berichten.
Gruß Squizzel
Link zur Website www.humangrid.de
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Susi sagt:
Also ich finde Humangrid etwas für Menschen die in der früh um 8.00Uhr aufstehen und dann stundenlang vor dem PC sitzen können echt sinnvoll. Mein Gemecker liegt vielleicht daran dass ich nicht ganz so gut in den Tests abgeschnitten habe, das heißt: ich darf keine englischen Texte schreiben, aber ich darf sie verbesssern. Alle anderen Aufträge sind so schnell da wie sie weg sind und wenn man als “kleiner” Aufträge bekommt die mehr als 10Cent versprechen, dann darf man echt schon froh sein.
Von daher kann ich Dein/Ihr Gemeckere gar nicht verstehen. Wenn Ihre/Deine einzige Aufgabe bei Humangrid darin besteht, SMS Guru – Fragen zu beantworten: Dann Hallo und Willkommen in meiner Welt ;o)
Wenn man relativ schnell Geld verdienen will, lohnt sich immernoch Textbroker und Content
admin sagt:
Vielen Dank für dein Kommentar.
Also bei mir lief es am Anfang ganz gut. Im Moment ist allerdings auch bei mir ehr Flaute angesagt. Bis auf das Schreiben von Texten für 2,50 € pro Text mit 250-500 Wörtern gibt es keine Aufträge. Hab mich aber auch schon weiter qualifizieren können und durch Trainings interessantere Aufträge bekommen, wie zum Beispiel das Recherchieren nach Adressen, dass eigentlich sehr einfach ist. Aber werde im Mai dann nochmals ein Resümee der ganzen Sache ziehen und Teil 2 verfassen.
Die beiden Links von dir klingen sehr interessant. Ich werde mir das bei Zeiten sicher auch mal anschauen und ausprobieren. Hab sowas vorher noch nicht gefunden im Netz.
Gruß
joanna sagt:
Hallo zusammen, ich bin seit Anfang des Jahres bei clickworker und zur Zeit mega enttäuscht. Es lief 2-3 Monate scheinbar gut an (über 200 € im Monat) und ich dachte, das ließe sich steigern. Aber seit April: totale Flaute und das ohne jede Begründung. Das heißt: man schreibt sich phasenweise die Finger wund für die Auftraggeber ohne auf einen Stundenlohn von wenigstens 10 € zu kommen und dann wird man entweder herabgestuft, weil man aus Zeitdruck (sonst lohnt es sich ja gar nicht) geschludert hat oder es sind grade keine deutsch/englischen Aufträge da, aber man erfährt den Grund nicht!! Beim Nachfragen per Email kann man dan ganz zufällig von anderen Mitarbeitern erfahren, dass man runtergestuft wurde, ohne es vorgewarnt zu werden.
Im Grunde sind die Macher ständig auf der Suche nach neuen Superschreibern und man muss sich die Aufträge ständig mit vielen anderen teilen. Es gibt also keinerlei Sicherheit, sondern man wird nur laufend auf Qualität geprüft. Auch die Trainings sind weniger Trainings als Aussiebverfahren. Ihr könnt’s ja mal ausprobieren, aber im Grunde erwarten sie höchstes journalistisches Niveau bei null Zeitaufwand.
Hannes sagt:
Ich bin mit denen gar nicht zurechtgekommen, obwohl ich eigentlich vom Fachwissen der Aufträge, die ich angenommen habe, und von den Vorkenntnissen (schon vor langer Zeit Texte für den Rundfunk redigiert usw.) hätte Erfolg haben müssen. Für Aufträge, bei denen man nur was anklicken muß und 1 oder 3 Cents verdient hat, ist deren Server zu langsam; bei 10 Sekunden für den Vorgang kann man mit den Cents nicht einen vernünftigen Stundenlohn erzielen. Bei Recherchen habe ich schon mal nicht existierende Firmen bemerkt; bis man dahinter gekommen ist, ist viel Zeit verlorengegangen. So wie ich schon in den allerersten Tagen Korrekturen der Arbeit anderer Clickworker zugewiesen bekommen habe, ohne je mehr an Qualifikation dafür vorweisen zu müssen, als eine Testaufgabe zu absolvieren, so kriegen andere, ob’s nun Neulinge oder Konkurrenten um die Aufträge sind, meine Arbeiten zur Entscheidung, ob sie abgelehnt werden oder nicht und wehe, wenn der Betreffende vom Fach, im Gegensatz zu einem selber, nichts versteht (konkret ging es um einen Fachbegriff aus der Bilanzgliederung). Da kein Alters- oder Gewerbenachweis verlangt wird, kann man von einem Zwölfjährigen “abgeschossen” werden. Als es einen Streit um Plagiate gab, weil ich aus einem Geschäftsbericht die Angabe einer Unterbeteiligung wörtlich rauskopiert hatte (also unter Plagiat verstehe ich was anderes … wie kann man “die XY AG hält 25,1 Prozent ander ABC GmbH” in eine andere Formulierung bringen?!), hat’s mir gereicht. Stundenlohn so um 2.50 bis 3.50 Euro trotz m.E. ausreichender Routine, wobei man nicht vergessen darf, daß man den Erlös pro Stunde rechnerisch ja noch um “lohngebundene Kosten” wie Sozialversicherung etc. vermindern muß, wenn man seine Einnahmen mit einem Putzfrauenlohn oder dem gesetzlichen Mindestlohn vergleichen muß.
Allerbeste Erfolge, schnelle Reaktionen, klasse Beurteilungen von Endkunden und wirklich Aufträge, die Spaß machen, habe auch ich bei Textbroker erlebt. Da muß man allerdings m.E. sehr gesundes Berufswissen auf dem Fachgebiet haben, auf dem man sich Aufträge raussucht, Wirtschaft oder Software oder was-auch-immer.
marion sagt:
Es gibt noch andere Jobs für Clickworker.
Markforschungsunternehmen bezahlen allein für die Bewertung von Produktneuheiten, welche per Email durchgeführt werden, sehr hohe Beträge. Somit kann man sich ohne viel Mühe ein kleines Zusatzeinkommen schaffen.
Ich habe letzten Monat mit bezahlte Umfragen von Marktforschungsunternehmen 154,- € über das Internet verdient. Damit man auf diese Summe kommt, muß man sich allerdings schon bei mehreren Anbietern anmelden, da man ja nicht täglich eine Umfragen erhält. Hier findet man die Anbieter mit der höchsten Bezahlung
http://geld-verdienen-heimarbeit.net
Ich finde diese Art von Heimarbeit so gut, daß man sie bequem von Zuhause am PC ausführen kann und außer etwas Zeit, kein Geld investieren muß.
Ein Tipp noch : Meldet Euch auch bei einigen Markforschern aus den USA an. Dort ist die Bezahlung erheblich höher als bei uns. Einige haben auch Zweigstellen in Deutschland und zahlen daher in Euro aus.
Besserwisserin sagt:
Hi,
Interessanter Artikel und deinem Fazit kann ich nur zustimmen.
Ich habe selbst verschiedene Angebote im INternet kritisch getestet und die Ergebnisse in meinem Blog veröffentlicht:
http://abipedia.blogspot.com/2011/06/heimarbeit-20-geldverdienen-im-internet.html
Ralf sagt:
Ein sehr interessanter Bericht. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, mich dort zu registrieren, was Du schreibst finde ich aber nun eher abschreckend. Ich habe zum Beispiel sehr gute Erfahrungen bei Independent-Publishing gemacht. Fans die Bezahlung für den Aufwand eigentlcih immer ok.
Eric sagt:
Habe gerade aktuell bei Clickworker Recherchen über Firmen-Adressen bzw. deren Homepageadresse und E-Mailadresse gemacht.
Verdienst pro Recherche 2 bis 7 Cent.
Jetzt kann sich Jeder ausrechnen, dass man mit z.B. 3 Minuten Internet-Suche bei Google.de pro Auftrag vermutlich schon schnell ist, wenn man es seriös macht.
Man rechne also im Schnitt z.B. 4 Cent/Auftrag bei somit 20 machbaren Recherchen pro Stunde, kommt man auf einen “stolzen” Stundenlohn von 80 Cent!!!
Dann wird einem noch so etwa 5% der Arbeit storniert – warum weiss Niemand – na Bravo – da bleib ich besser gleich im Bett – dann brauch ich keinen Strom für den PC und Kaffee!
Bei der ganzen Sache, kommt noch der Zeitaufwand für die neuen Tests dazu (alles ohne Vergütung) und die Einarbeitung in die Vorgaben bei neuen Projekten.
Gruss
Eric
ralleytexter sagt:
Gut dass einige schon hier den Stundenlohn vorgerechnet haben… Das stimmt so genau… Mehr Minderlohn geht nicht. Für einen Auftraggeber-Text, wo für den gleichen Text mit den gleichen Bedingungen bei andern Portalen 3,50 Euro gesetzt werden, werden für den Auftrag bei Clickworker 1,90 Euro “gezahlt”. Da ist vermutlich der Stromkostenzuschuss. Hinzu kommen Rücksendungen, Stornos, zu 90 Prozent Überarbeitungswünsche von zickigen kurz angebundenen Korrektoren, was auf noch mehr Zeitverschwendung rausläuft. Unmenschliche moderne Textsklaverei. Das Allerschlimmste – Clickworker hat bei der KfW Bank als förderungswürdiges StartUp Millionenkredite in der Größenordnugn von 4,5 Millionen!! aufgenommen… Die Arbeitsbedingungen dort sind ein Fall für die Menschenrehtskommission. Denn 80 Cent pro Stunde sind im Gesamtdurchschnitt, mit Korrekturen, Storno etc. wahr! Wer bei Clickworker arbeitet, kann was fürs Leben lernen, aber nichts verdienen.